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HERKUNFT Über die Herkunft des Pudels gibt es eine Vielzahl von Theorien. Mit Sicherheit ist der Pudel eine der ältesten Hunderassen - aus der Zeit von Kaiser Augustus (30 v. Chr.), gibt es auf einem Denkmal einen pudelähnlichen Hund. Es wurden auch griechische und römische Münzen gefunden, deren Hunde dem Pudel ähneln, die löwenähnliche Mähnen tragen und deren Hinterläufe kurz geschoren wurden. Nahezu alle Frühberichte zeigen den Pudel im traditionellen Löwentrimstil, nur selten sehr kurz geschoren. PUDEL IN FRANKREICH In Frankreich hat der Pudel eine farbige Geschichte. Über viele Jahrhunderte haben französische Maler und Kupferstecher Pudel abgebildet, insbesondere die kleinen Familienlieblingspudel. Ludwig XIV besaß einen Kleinpudel namens Filou. Er war sein erklärter Lieblingshund und wurde in den Werken mehrerer Dichter und Romanschreiber seiner Zeit verewigt. Tatsächlich gebührt den Franzosen für die Zucht des Familienpudels, wie wir ihn heute kennen, eine ganz besonders wichtige Anerkennung. Über eine lange Zeitspanne gab es in Frankreich einen kleinen, schlanken Pudeltyp, gewöhnlich von weißer Farbe, als Petit Barbet bekannt. Die Franzosen lieben die Vorstellung. daß der heutige Pudel der direkte Nachkomme des Barbet ist. Aber auch andere kleine Pudel sind in Frankreich überliefert, darunter der Caniche Nain. Anders als der größere Pudeltyp hatte dieser sehr weiches Haar. Diese Pudel waren recht klein, besaßen eine Schulterhöhe von etwa dreißig Zentimetern. Ähnliche Pudel werden auch in Holland nachgewiesen. Auf den Boulevards von Paris und in anderen Teilen Frankreichs sah man einen größeren, weißen Pudeltyp, den Mouton. Außerdem gab es Schnürenpudel, bei denen das Haarkleid mit Deckhaar und Unterwolle in kleine Schnüre geflochten war. DER PUDEL IN ENGLAND Es gibt zwar Berichte über Pudel in England aus dem 18. Jahrhundert, aber es dauerte bis zu den Kontinentalkriegen des 19. Jahrhunderts. ehe der Pudel in England wirklich heimisch wurde. Sie waren große. rauhhaarige Wasserhunde. Man fand sie besonders in den Marschen von Nordengland. Als die Pudel sich erstmals in England verbreiteten, war der English Kennel Club noch gar nicht gegründet. Der englische Pudel Club wurde 1876 von einer Gruppe begeisterter Pudel-Liebhaber gegründet. Ihre offizielle Anerkennung fand die Rasse erst einige Jahre später im Jahre 1896, wobei von allen Pudeln dieser Zeit behauptet wurde, dass ihre Abstammung unbekannt sei. Auch in Amerika wuchs das Interesse an der Rasse. Etwa um die Jahrhundertwende kam es zu einer Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen und englischen Kenne! Club mit dem Ziel. bessere Pudel zu züchten. Viele Spitzenpudel Englands wurden an Züchter in Amerika exportiert und schon bald darauf traten in Amerika gezüchtete Hunde ihre Reise nach England an. Aus diesen und im weiteren nicht näher genannten Gründen ist Frankreich heute das Standard haltende Land und als solches von der Federation Cynologique Internationale, FCI, anerkannt.
I. Allgemeines Erscheinungsbild und Allgemeine Eigenschaften: Charakteristika, welche die Rasse prägen: den Begleit- und Gesellschaftshunden zugeordnet. Harmonisch gut proportioniert, mit charakteristischem gelocktem oder geschnürtem Haarkleid. Er erweckt den Eindruck eines intelligenten, stets wachsamen, munteren, sowie harmonisch gebauten Hundes, der sehr elegant und stolz ist. Der Pudel hat eine tänzelnde und leichtfüßige Gangart. Er darf nie einen schleichenden und gestreckten Gang haben. Er zeichnet sich durch seine Treue, Gelehrigkeit und Ausbildungsfähigkeit aus, was ihn zum besonders angenehmen Gesellschafter macht. II. Kopf: vornehm, gradlinig, in Proportion zum Körper. Nicht schwer aber auch nicht zu fein. Mit geradem Nasenrücken und senkrechtem Nasenschwamm in den Farben schwarz bis dunkelbraun. III. Vordergliedmaßen: mit mäßig ausgeprägtem Widerrist. Schulter schräg liegend, gut bemuskelt. Die Unterarme sind vollkommen gerade und parallel gestellt. IV. Körper: ist wohlproportioniert, die Länge übertrifft in der Regel die Widerristhöhe. Vorbrust und Brustkorb sind normal ausgeprägt und gut proportioniert. V. Hintergliedmaßen: gut bemuskelt und kräftig, parallel gestellt, und gut ausgeprägter Winkelung des Kniegelenkes. VI. Haarkleid: ist üppig, von feiner, wolliger Textur, gut gekräuselt, elastisch und sehr dicht. VII. Größen: Toypudel, bis 28 cm |
